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Astrologische Geburtszeitkorrektur

Honorar:  nach Aufwand, Arbeitspreis 65,-- /Std.

Korrektur bzw. Ermittlung der wahrscheinlichen Geburtszeit anhand möglichst vieler exakter Lebensdaten (Tod eines Angehörigen, Heirat, Geburt von Kindern etc.)

Farbige Horoskopzeichnung, Untersuchungsprotokoll

>>> Beispiel einer Geburtszeitkorrektur, vorgenommen anhand 8 markanter Lebensereignisse 

der HE (Horoskopeignerin). 

Die mir vorliegende Angabe zum Zeitpunkt der Geburt war bis auf 30 Minuten genau, zu ermitteln war die exakte Minute der Geburt. In der Praxis selten üblich, da meist standesamtliche Daten vorliegen und das Verfahren sehr aufwendig ist.

Hier also ein Einblick in die Astrologischen Techniken der Korrektur und Prognose. Äusserst langweilig zu lesen! Nur zu empfehlen für Schüler der Astrologie. Die Korrektur einer Geburtszeit ist Teil der DAV-Prüfung und daher interessant für Leser mit Vorkenntnissen, die erwägen, sich der Prüfung zu unterziehen.

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Beispiel: Korrektur der Geburtszeit
Zur Entscheidung, welche Methode der Korrektur angewandt werden soll, wurde zunächst ermittelt, auf welchen Tierkreisgraden sich MC und AC entsprechend der Aufgabenstellung befinden können.

Alle Transitpositionen der Planeten für die 8 Rektifikationsdaten wurden ermittelt und sind in der beigefügten Tabelle aufgelistet. Ebenso wurde verfahren nach der Methode der Sekundärprogression. Die Stände der prog. vorgeschobenen Planeten sind ebenfalls aufgelistet.

Es wurde dann geprüft, ob die Bildung eines Hauptaspekts im Transit oder der Progression für das jeweilige Ereignis dem MC/AC-Fenster entsprechend überhaupt möglich ist und falls ja, ob die sich bildenden Aspekte gedeutet passend erscheinen.

Mögliche Aspektbildungen sind in der Tabelle angeführt bzw. markiert.

Die Analyse ergab, daß sich nur sehr wenige Hauptaspekte im Transit bilden können und die gefundenen erschienen unpassend. Es hätte also bei der Wahl der Transitmethode zur Korrektur auf Nebenaspekte und Halbsummen zurückgegriffen werden müssen.

Bei der Sekundärprogression fand sich ein ähnliches Resultat, zudem war das Ergebnis dadurch eingeschränkt, daß die Langsamläufer in der Progression nur den Radix-Aspekt wiederholen, bei den Schnelläufern  fanden sich keine überzeugend passenden Aspekte.

Bei der Suche nach einem besser geeigneten Korrekturverfahren fiel die Wahl schließlich auf die Methode der Primär dirigierten Achsen: hier fanden sich sehr viele und deutliche mögliche Hauptaspekte auf die fiktiven Achsenpunkte.

Die Korrektur soll daher im folgenden anhand dieser Methode vorgeführt werden; Befunde der Transite oder Sekundärprogression wurden, soweit sinnvoll, mit heran gezogen.

  

Methode: Direktion - Primär dirigierte Achsen 

  1. Berechnung von MC/AC des unkorrigierten Horoskops auf die Uhrzeit 14.15 MEZ
  2. Ermittlung des Sternzeitfensters für die Korrektur 15 min. früher oder später und Ermittlung des dazugehörigen Bogenabschnitts im Tierkreis
  3. Primäre Direktion der Achsen (Sternzeitfortschritt im Jahr: 3m56,6s) auf die vorliegenden Rektifizierungsdaten
  4. Ermittlung von Aspekten der Radix-Planeten zu den dirigierten Achsen, die für das betreffende Lebensereignis signifikant sind.
  5. Ermittlung des MC/AC Paars mit der häufigsten Aspektübereinstimmung
  6. Hieraus Berechnung der korrigierten Geburtszeit.

 Hilfsmittel:

Häusertabellen Koch, Computerprogramm, Taschenrechner, Ebertin-Aspektscheibe, Ebertin KdG

  

Die Geburtszeitkorrektur 

Die Berechnung des unkorrigierten Horoskops auf die Uhrzeit 14.15 MET ergibt zunächst ein gefundenes MC bei 13°45’ Zwillinge, der vorläufige Aszendent liegt bei 17°41’ Jungfrau.

Ausgehend von 15 min Ungenauigkeit bei der Angabe der Geburtszeit liegt die mögliche Sternzeit der Geburt zwischen 4h34m42s und 5h04m42s. Dies entspricht einem korrigierten MC zwischen 10 – 18° Zwillinge und einem korrigierten Aszendenten zwischen 14 – 21° Jungfrau.

Für die zur Korrektur vorliegenden Lebensereignisse wurde zunächst der Fortschritt der Sternzeit ermittelt nach dem Schlüssel: Fortschritt im Jahr = 3m 56,6 s.

Die Umrechnung der abgelaufenen Lebenszeit in Sternzeitfortschritt ist aufgelistet in der Tabelle 1. Die Addition zur Sternzeit der Geburt ergibt zu jedem Ereignis ein mögliches Sternzeitfenster, das in der nächsten Spalte von Tabelle 1 aufgeführt ist.

Diesem Zeitfenster entspricht ein Kreisbogenabschnitt als mögliches dirigiertes MC bzw. AC, die sich ergebenden Werte sind in vollen Grad gerundet angegeben.

Geprüft wurde nun, welche Aspekte von Radixplaneten auf die dirigierten Achsen innerhalb des untersuchten Bogenabschnitts sich bilden und nach einer Übereinstimmung zwischen der Bedeutung des Aspekts und dem jeweiligen Lebensereignis gesucht.

 

Lebensereignis 1, Tod des Vaters, begab sich am 22.09.1952.

Die HE war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre, 4 Monate und 18 Tage alt, der Sternzeitfortschritt nach dem o.a. Schlüssel beträgt somit 1h 00m 40s. Dirigiert errechnet sich hieraus eine mögliche Sternzeit zwischen 5h 35m 22s und 6h 05m 22s,entsprechend einem dirig. MC von ca. 24° Zwillinge bis 2° Krebs und einem dirig. AC von ca. 25° Jungfrau bis 2° Waage.

An Aspekten bilden sich:

Saturn Quad. MC (0°58’ Krebs)

Saturn Opp. AC (0°58’ Waage)

Pluto Trig. AC (26°37’ Jungfrau)

Jupiter Sext. AC (27°07’ Jungfrau)

Die harte Aspektierung von Saturn auf beide Achsen bildet das Ereignis recht stimmig ab, Trennung, Tod, Verlust, Einschränkung – die als „Katastrophe“ empfundene Veränderung der familiären und wirtschaftlichen Situation, die Existenz und alle Lebensziele sind in Frage gestellt.

Als erster Anhaltspunkt soll also angenommen werden, daß die Saturnaspekte dem Tod des Vaters entsprechen. Das progr. MC befände sich somit bei ca. 1° Krebs.

Als zugehörige Rektazension ergibt sich aus der Häusertabelle für 52° n. Br. ein Wert von

6h 04m 22s, der zugehörige AC liegt bei 0°46’ Waage.

Subtrahiert man von der gefundenen Rektazension die umgerechnete Lebenszeit, (- 1h 00m 40s) ergibt sich ein Wert von  5h 03m 42s als Rektazension für das MC im Grundhoroskop, das zugehörige MC liegt bei ca. 17°01’ Zwillinge.

 

Die sich ebenfalls bildenden fließenden Aspekte von Pluto oder dem traditionell glückverheißenden Jupiter zu einem AC bei ca. 27 Jungfrau scheiden nicht als unpassend aus: die Jupiter-Pluto-Opposition im Radix  von Haus 5 Steinbock nach Haus 11 Krebs ist interpretierbar als „schicksalhafte Krisensituation der häuslichen Gemeinschaft, der die HE ohnmächtig ausgeliefert ist und die das Glück der Kinderzeit, die Entfaltung und die Stellung in der Gesellschaft bedroht“.

 

Zur Überprüfung der Aspekte auf die dir. Achsen soll das Ereignis 7 - das in der Direktion mit Ereignis 8 zusammenfällt - als nächstes herangezogen werden,  mit der Erwartung, die lebensbedrohlich kritische Natur der Erkrankung samt sich anschließender riskanter Operation in den Aspekten gespiegelt zu sehen und vielleicht einen Hinweis zu erhalten, ob in Ereignis 1 die Jupiter/Pluto-Aspekte passender als die Saturn-Aspekte sind.

 

Analog zum 1. Lebensereignis berechnet ergibt sich wie in Tabelle 1 aufgeführt ein dir. MC zwischen 26° Krebs und 3° Löwe entspr. Einem AC zwischen 19° Waage und 25° Waage.

An Aspekten bilden sich:

 Pluto Konj. MC (26° 37’ Krebs)

Saturn Trig. MC (0°58’ Löwe)

Mond Trig. AC (22°58’ Waage)

Jupiter Opp. MC (27°07’ Krebs)

 Neptun Halbquadr. MC (1°19’ Löwe)

Pluto nähert sich dem AC-Quadrat (26°37’ Waage)

AC = Mars/Neptun (23°19’ Waage)

MC = Neptun/Mondknoten (1°19’ Löwe)

  

Unter den 4 Hauptaspekten könnten jene mit Beteiligung der Jupiter-Pluto-Opposition passend sein: die Radix-Opposition könnte mit der MC/IC-Achse zusammenfallen: schicksalhafte Krise (Pluto), die auf einer Reise die Gesundheit (Jupiter) bedroht, was den Schwerpunkt der Bedeutung der Erkrankung für die HE auf die Lebensgebiete „Beruf“ und „Familie, persönliche Identität“ legen würde. Da die Leiblichkeit betroffen ist, könnte man hier auch eine harte Aspektierung des AC erwarten, diese ergibt sich bei Annahme einer Geburt gegen Ende des in Frage kommenden Zeitraums, als sich bildendes Quadrat.

  

Ein weiterer Hauptaspekt der sich findet,  Mond in Haus 6 Trig. AC, könnte  als Hinweis auf eine glückliche Regeneration und Anpassung nach der Erkrankung angesehen werden, was aber etwas konstruiert wirkt und deshalb nur als Bestätigung eines anderen, auf die gleiche Sternzeit deutenden Ergebnis herangezogen werden soll.

Die Nebenaspekte und Halbsummen mit Neptun-Beteiligung erscheinen passend:

Neptun Halbquadr. MC: Schwächung der beruflichen Position, berufliche „Auszeit“;

AC = Mars/Neptun lt. KdG « krankhafte Lähmung « , Schwäche, lahmgelegte Tätigkeit ;

MC = Neptun/Mondknoten lt. KdG „Spannkraftlosigkeit“, gemeinsames Leiden mit anderen, als möglicher Hinweis auf einen Krankenhausaufenthalt.

Exakt sind die Entsprechungen bei einem dirig. MC bei 1°19’ Löwe, bzw. einem dir. AC bei 23°19’ Waage.

Auf das dir. MC entfällt hier eine Sternzeit von 8h14m17s, abzüglich der abgelaufenen Lebenszeit in Sternzeit (= 3h 17m 13s) : 4h 57m 04s.

Für die AC-Entsprechung ergibt sich ca. 8h 5m 55s ./. = 4h 48’42 s.

 

Die gefundenen Entsprechungen bestätigen die Analyse aus Ereignis 1 nicht,  widerlegen sie aber auch nicht. Die gefundenen gut passenden Nebenaspekte deuten auf eine frühere Sternzeit der Geburt als  anfangs angenommen.

Das Ergebnis der Analyse 1 soll zunächst weiterhin als Ausgangspunkt der Überprüfung dienen.

 

Es wird nun das Ereignis 2, Abitur (Glücksgefühl, „Das Leben stand offen!“), untersucht um zu prüfen, ob sich das Ergebnis aus Ereignis 1 bestätigen läßt.

 

Als angenommene Sternzeit der Geburt soll also gelten  5h 03m 42s, die abgelaufene Lebenszeit von 1h 14m 04s hinzuaddiert ergibt dir. Rektazension von 6h 17m 46s. Das zugehörige MC liegt bei ca. 4° Krebs, als AC finden wir auf der Breite des Geb.Orts  rund 3° Waage.

An Haupt-Aspekten finden sich

 

Mars Sext. AC (3°03’ Waage)

 

Der Aspekt könnte andeuten, daß hier durch eigene Leistung ein Neubeginn und Aufbruch zu neuen Bildungshorizonten (Mars in Schütze) möglich geworden ist, bestätigt das in Analyse 1 gefundene Ergebnis gut.

 

Ein Blick auf die Positionen der Radixplaneten und die Tabelle 1 zeigt, daß hinsichtlich der Ereignisse 3 und 4 keine Hauptaspekte auf die dir. Achsen möglich sind, die das Vorergebnis bestätigen könnten, allenfalls Nebenaspekte oder Halbsummen wären hier heranziehbar.

 

Daher soll als nächstes Ereignis 5 (Examen) untersucht werden.

Als dirigierte Sternzeit läßt sich herleiten: 5h 03m 42s (Vorergebnis) + 1h 49m 53s (abgel. Lebenszeit) =  6h 53m 35s, es findet sich ein dir. MC bei ca. 12° Krebs, der dir. AC liegt bei gut 9° Waage.

An Haupt-Aspekten finden sich

 Keine.

  

Ereignis 6 (2. Studienabschluß) ergibt als dirigierte Sternzeit:

5h 03m 42s + 2h 12m 24s = 7h 16m 06s mit einem dir. MC bei ca. 17° Krebs, dir. AC bei ca. 13° Waage.

An Haupt-Aspekten finden sich

 

Neptun Sext. MC (16°19’ Krebs)

 

Dieser Aspekt könnte bedeuten: es ist der HE möglich geworden, mit dem Zweitstudium einen beruflichen Traum zu verwirklichen, vielleicht handelt es sich auch um den Abschluß in einem helfenden oder von Idealen geprägten Beruf. Könnte eine Bestätigung des Vorergebnisses sein.

Zwischenergebnis der Untersuchung: 

Für eine angenommene Sternzeit der Geburt von 5h 03m 42 findet sich Bestätigung durch  Hauptaspekte zu den primär dirigierten Achsen bei der Untersuchung der Ereignisse 1, 2 und 6, wobei die Ereignisse 2 und 6 nur durch einen „schwachen“ Sextil-Aspekt bestätigt sind.

Für die restlichen Ereignisse ergibt sich hier kein Aspekt, d.h., die Annahme

wird weder bestätigt noch widerlegt.

Da das Ergebnis nicht hinreichend überzeugend erscheint, soll ausgehend von Ereignis 1 überprüft werden, ob nicht hier die Jupiter/Pluto-Opposition im Sextil/Trigon zum dirigierten AC den Tod des Vaters abbildet und sich die harten Saturn-Aspekte einem anderen Lebensereignis zuordnen lassen. Als Hinweis, der diese Annahme bestätigen könnte, findet sich in der Sekundärprogression zum Tod des Vaters ein stationär rückläufiger Jupiter.

 

Der Blick auf die Transite im September 1952 zeigt, daß der laufende Pluto sich bis auf 37’ der Opposition zum Radix-Mond genähert hat, um die exakte Aspektbildung 4 Wochen später erstmals zu vollenden. Kritische Saturnaspekte finden sich keine.

Die abgebildete Zeitqualität scheint für die HE also viel mehr plutonischen als saturnischen Charakter gehabt zu haben, was übereinstimmt mit der astrologischen Erfahrung, daß bei Pluto-Beteiligung hochdramatische Ereignisse stattfinden können, die das betroffene Lebensgebiet dauerhaft und unumkehrbar verändern. Daß sich hier Aspekte finden, die traditionell als positiv betrachtet werden, muß kein Widerspruch sein: bei weiterer Anamnese könnte sich finden, die HE wurde durch die Bewältigung der Krise erwachsen, selbständig und darauf vorbereitet, im späteren Leben Krisen und wirtschaftliche Probleme konstruktiv zu bewältigen.

Daher soll für die weitere Untersuchung für Ereignis 1 von einem dir. AC bei 26°52’ Jungfrau ausgegangen werden (Mittelwert des Sextils der Jup./Pluto-Opp.),  daraus errechnet sich eine Sternzeit dir. von rund 5h 42m  ./. 1h 00m 40s = 4h 41m 20s als Sternzeit der Geburt.

Für die weiteren Versuche der Korrektur soll nun entsprechend von einem MC bei rund 12° Zwillinge und einem AC von ca. 16° Jungfrau ausgegangen werden.

 

Die harte Aspektbildung von Saturn auf beide dirigierte Achsen erscheint so markant, daß hier als erstes nach einer möglichen Ereignisauslösung gesucht werden soll. Diese ergibt sich 5 Jahre später, bei einem dirigierten MC auf ca. 0° Krebs und einem dir. AC auf ca. 1° Waage. Der Blick in die zur Rektifizierung vorliegenden Lebensereignisse zeigt, daß es sich hierbei wohl um die Heirat der HE gehandelt haben muß. Der hierzu angegebene Kommentar („die Freiheit“ wurde beschränkt) gibt einen deutlichen Hinweis auf die als saturnisch geprägt empfundene Eheschließung, als Transit findet sich hier passend der laufende Saturn zum zweiten und vorerst letzten Mal die Opposition zur Radix-Sonne auf 40’ genau bildend. Zeitgleiche Venus- oder Jupiter-Transite ergeben sich keine, es scheint sich um eine Heirat gehandelt zu haben, bei der romantische Gefühle nicht die Hauptrolle spielten, sondern Erwägungen wie materielle Absicherung und die Einhaltung der Konvention den – somit mehr oder weniger freiwilligen - Entschluß zur Heirat mitbestimmten. Die Analyse der Radix ergibt zudem, daß die HE Entfaltung und Glück wohl eher im Bereich Bildung und Beruf finden wird.

Im Radix besetzt Saturn – ungeachtet einer Häuserspitzenverschiebung durch Korrektur – in jedem Fall das 7. Haus, auch dies ein Hinweis auf die Verknüpfung von Saturn mit dem Thema Liebe und Partnerschaft.

Als genaue Halbsumme findet sich zudem: MC = Mars/Jupiter (bei 0° 05’ Krebs), nach KdG: erfolgreiche Verbindung; Heirat.

 

Lebensereignis 3 bestätigt also die Annahme einer Sternzeit der Geburt bei ca. 4h 41m sehr klar.

 

Für Lebensereignis 2 (Abitur) ergibt sich entsprechend eine dir. Sternzeit von rund 4h 41m + 1h 14m = 5h  55m,  gesucht werden soll also nach markanten Aspekten oder Halbsummen auf ein dir. MC bei 29° Zwillinge und ein dir. AC bei 29° Jungfrau.

Es finden sich an Hauptaspekten keine;

Sonne 135° AC (28°38’ Jungfrau)

Sonne 45° MC (28°38’ Zwillinge)

AC = Mars/Pluto (29°48’ Jungfrau)

Die Sonnen-Aspekte bilden das Selbstbewußtsein ab, Zielstrebigkeit und Willenskraft, Energie zu entfalten und die Lebensziele zu erreichen.

Die gradgenaue Halbsumme bedeutet nach KdG « durch übermäßige Kraftanstrengung Erfolge erzielen“, auch: “starkes Selbstvertrauen, großer Ehrgeiz“, im Radix ist Mars in 3, Haus des Lernens, zu finden, Pluto verbunden mit Jupiter, höhere Bildung.

„Das Leben stand offen“ Glücksgefühl, empfand die HE beim Abitur, was gut für Ehrgeiz und hohe Ziele spricht – auch für die Gewißheit, aus eigenen Kraft Großes leisten zu können.

Gute Bestätigung also einer angenommenen Sternzeit der Geburt bei 4h 41m.

 

Für Lebensereignis 4 (Geburt des 1. Sohnes) ergibt sich entsprechend eine dir. Sternzeit von rund 4h 41m + 1h 25m = 6h 06m, das dir. MC liegt hier bei ca. 1° 30’ Krebs, der  dir. AC bei ca. 1° Waage. An Aspekten oder Halbsummen hierzu finden sich

Saturn Opp. AC (0°58’Waage)

Saturn Quad. MC (0°58’Krebs)

In der Anamnese spricht die HE von „Verantwortung, zur  Versorgung des Kindes einen Beruf zu erlernen“ – auch hier findet sich, der Heirat vergleichbar, eine saturnische Prägung, der Blick auf die Transite bestätigt das Bild: es findet sich der laufende Saturn im Sextil zum Radix-Mond und im Quincunx zum Radix-Merkur: Verantwortung übernehmen für ein Kind, den merkurischen Lerneifer in den Dienst praktisch-wirtschaftlicher Erwägungen stellen.

Das Quadrat Saturn dir. MC ist bereits überschritten und soll daher dem Ereignis „Heirat“ zugeordnet bleiben, die genaue Opposition zum AC als die Physis betreffender „Eintrittspunkt in die Welt“ möge die Geburt bezeichnen. Inhaltlich und zeitlich sind beide Ereignisse so eng verknüpft, daß eine sichere Trennung nicht möglich ist. Im Jahre 1958 mag die Geburt eines Kindes ca. 1 Jahr nach der Heirat noch eine Art Zwangsläufigkeit des Ehelebens gewesen sein.

Die Opposition von Saturn zum dir. AC bestätigt jedenfalls die unterstellte Sternzeit der Geburt von 4h 41m gut.

Ereignis 5 (Examen): rund 4h 41m + 1h 50m abgelaufene Lebenszeit in Sternzeit = 6h 31m dir. Sternzeit, entspricht einem dir. MC bei ca. 7° Krebs, einem dir. AC bei ca. 5°30m Waage.

Es ergeben sich an Aspekten oder Halbsummen

Keine.

 

Ereignis 6 (2. Abschluß): rund 4h 41m + 2h 12m = 6h 53m, entspricht einem dir. MC bei 12° Krebs, einem dir. AC bei gut 9° Waage.

Es ergeben sich an Aspekten oder Halbsummen

 

Sonne/Uranus Sextil MC (11°43’ Krebs)

Uranus 150° AC (9°49’Waage)

Merkur 135° AC (8°43’ Waage)

Mond 135° AC (7°58’ Waage)

AC = Mond/Merkur (8°21’ Waage)

 

Es findet sich eine 2fache Beteiligung von Uranus, der im Radix das 6. Haus als Haus der Arbeit regiert, und in Konjunktion mit der Sonne als Symbol von Geist, Willen, Lebenskraft steht. Gut passend wäre die Bedeutung des 2. Abschlusses als Eintrittskarte in eine Arbeitswelt, in der die HE als unkonventioneller und unabhängiger Geist eine Autoritätsstellung – dem 9. Haus entsprechend vielleicht eine lehrende – einnimmt.

Die KdG gibt für MC * Sonne/Uranus an: Reformer, Erfinder, ruheloser Mensch mit weitgehenden Plänen. Für das dir. AC als Halbsumme der beiden Anderthalbquadrate Mond/Merkur lautet die Entsprechung: geistig tätige Frau, reger Gedankenaustausch.

Sehr gute Bestätigung der angenommenen Sternzeit der Geburt durch Aspekte und Halbsummen.

 

Ereignisse 7 und 8 (Lähmung auf eine Reise, Operation) fallen in der Primärdirektion zusammen; es ergeben sich rund 4h 41m + 3h 17m = 7h 58m dir. Sternzeit, entspricht einem dir. MC bei 27°30m Krebs und einem dir. AC bei ca. 21° Waage.

An Aspekten und Halbsummen ergeben sich.

 

Pluto Konj. MC (26°37’ Krebs)

MC Opp. Jupiter (27°07’ Krebs)

(Chiron Trigon AC bei 20°41’ Waage)

 

Die Radix-Opposition Jupiter/Pluto fällt hier gradgenau auf die MC/IC-Achse.

Krisenhafte Lebensbedrohung (Pluto) auf einer Reise (Jupiter), auch Glück (Jupiter) im Unglück (Pluto); betroffen ist das „Weiche des Rückgrats“ -  sowie das Persönlichste, Identität und Familienleben ebenso wie die berufliche Ebene - (Krebs/Steinbock-Achse) – eine sehr deutliche Entsprechung und Bestätigung für die angenommene Geburtssternzeit. Im Transit findet sich Jupiter im Haus 8 und bestätigt die Thematik,  das gradgenaue Trigon von Chiron, dem Heiler, auf den Physis-Punkt des dir. AC mag ein Indiz für den glücklichen Ausgang der Operation sein:  Mars, als deren Symbol, wird im Radix von Jupiter regiert.

 

Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse der Geburtszeitkorrektur anhand Primär vorgeschobener Achsen:

 

Für eine Sternzeit der Geburt bei ca. 4h 41m sprechen die Ergebnisse der Analyse von Ereignis 1, 2, 3, 4, 6, 7/8. Lediglich für das Ereignis 5 (Examen) fand sich keine Entsprechung.

 

Es folgt die exakte Berechnung der Sternzeit der Geburt anhand der ermittelten Aspekte:

 

  1. Umrechnung der dirigierten Achsenpunkte in Sternzeit, dem genauen Aspekt entsprechend
  2. davon Subtraktion der jeweils abgelaufenen Lebenszeit, ergibt eine Auflistung der entsprechend möglichen Sternzeiten der Geburt
  3. Bildung einer Durchschnittssternzeit
  4. Hieraus Berechnung der korrigierten Geburtszeit und des korrigierten MC und AC.

 

Die Berechnung der möglichen Sternzeiten der Geburt ist in der von Hand erstellten beigefügten Tabelle dargestellt. Die Durchschnittssternzeit wurde ermittelt, bei einer zweiten Berechnung um Minima/Maxima bereinigt.

Aus der so anhand des Korrekturverfahrens gefundenen Sternzeit ergab sich schließlich eine

 

korr. Geburtszeit von 14h 06m MET. 

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aktualisiert: 27.04.2010     text, form, copyright: andrea rust